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Motorcyclist in black gear maneuvering a curve on a scenic road surrounded by greenery.Photo: cnrdmroglu / Pexels / Pexels License

Deutschland — Schwarzwald

Schwarzwaldhochstraße B500 mit dem Motorrad: von Baden-Baden bis zum Feldberg

rund 250 kmMittel

Höhepunkte

  • B500 Schwarzwaldhochstraße: rund 60 km Kammstraße von Baden-Baden nach Freudenstadt
  • Mummelsee unter der Hornisgrinde, mit gut 1.000 m der höchste Punkt der Hochstraße
  • Blick über die Rheinebene bis zu den Vogesen von Hundseck, Ruhestein und Schliffkopf
  • Südliche B500 über Furtwangen nach Titisee und Schluchsee
  • B317 über den Feldberg und hinunter nach Todtnau

Wenn in Süddeutschland jemand „B500“ sagt, weiß jeder Motorradfahrer, was gemeint ist. Die Schwarzwaldhochstraße ist seit Jahrzehnten die Pilgerstrecke für Biker aus Stuttgart, Karlsruhe, dem Elsass und der Schweiz. Sie verläuft rund 60 Kilometer auf dem Hauptkamm des Nordschwarzwalds, meist zwischen 800 und 1.000 Metern, mit der Rheinebene tief unter dir. Weniger bekannt ist, dass die B500 südlich von Triberg weitergeht, über die Hochflächen bis an den Hochrhein. Diese Tour verbindet beide Teile und hängt die besten Kurven am Feldberg an, zusammen rund 250 Kilometer.

Die Tour im Überblick

  • Baden-Baden bis Freudenstadt (rund 60 km): die Schwarzwaldhochstraße, das Herzstück.
  • Freudenstadt bis Triberg (rund 60 km): über die B294 ins Kinzigtal und die B33 über Hornberg hinauf nach Triberg.
  • Triberg bis Titisee (rund 45 km): die südliche B500 über Schönwald und Furtwangen.
  • Titisee, Feldberg, Todtnau und zurück (rund 85 km): die B317 über den Feldberg, dann je nach Standort weiter.

Die Schwarzwaldhochstraße

Aus Baden-Baden steigt die B500 schnell auf den Kamm. Hinter Bühlerhöhe, Sand und Hundseck findet sie ihren Rhythmus: breite, gut überhöhte Kurven, lange Sichtachsen, kaum Ortschaften. Das ist keine Kehrenstrecke, sondern eine zum Fließenlassen. Den höchsten Punkt erreichst du am Mummelsee unter der Hornisgrinde, dem höchsten Berg des Nordschwarzwalds. Am Wochenende ist der Parkplatz am See der große Bikertreff der Strecke.

Weiter südlich folgen Ruhestein und Schliffkopf. Von den Parkbuchten am Schliffkopf schaust du bei klarer Luft über die ganze Rheinebene bis zu den Vogesen. Dann geht es über den Kniebis hinunter nach Freudenstadt, dessen riesiger Marktplatz der richtige Ort für einen Kaffee ist.

Wichtig: Die Hochstraße wird intensiv überwacht, mit Radar, Abstandskontrollen und Polizei auf Motorrädern. Die Limits wechseln mehrmals. Auch Radfahrer, Oldtimer und Wohnmobile sind unterwegs. Wer vor 9 Uhr losfährt, hat die Strecke am Wochenende fast für sich.

Alternative für den Hinweg: das Murgtal

Statt direkt auf die Hochstraße kannst du aus Gernsbach durch das Murgtal über Forbach nach Baiersbronn fahren und die B500 dann von Süden nach Norden nehmen. Das Murgtal ist enger und kurviger, mit Felsen, Fluss und dem Forbacher Holzbrückle. So wird aus der Hochstraße eine Runde.

Von Freudenstadt über Triberg

Die B294 bringt dich von Freudenstadt hinunter ins Kinzigtal, dann führt die B33 über Hausach und Hornberg in einer Reihe von Kurven hinauf nach Triberg. Die Triberger Wasserfälle stürzen in mehreren Stufen rund 160 Meter durch den Wald. Ja, es ist touristisch, mit Kuckucksuhren an jeder Ecke, aber der kurze Spaziergang lohnt sich, während der Motor abkühlt.

Die südliche B500 und der Feldberg

Südlich von Triberg ändert die B500 ihren Charakter. Über Schönwald und Furtwangen geht es über offene, hügelige Hochflächen mit Bauernhöfen und weitem Blick. Die Kurven sind schnell und flüssig, es ist oft windiger und kühler als im Norden. Am Titisee wird es voll, hier lohnt der Halt eher außerhalb der Hauptsaison. Weiter südlich liegt der ruhigere Schluchsee.

Für die besten Kurven der Tour biegst du am Titisee auf die B317 ab. Sie steigt hinauf zum Feldbergpass, über dir der Feldberg mit knapp 1.500 Metern, der höchste Berg des Schwarzwalds. Dann fällt sie in engen Kurven hinunter nach Todtnau. Von dort führen kleine Straßen weiter über das Wiedener Eck oder am Belchen vorbei ins Münstertal.

Regeln und Sperrungen im Schwarzwald

  • Schauinsland (L124): Die bekannte Bergstraße südlich von Freiburg ist seit vielen Jahren für Motorräder an Wochenenden und Feiertagen in der Saison gesperrt. Unter der Woche ist sie befahrbar. Prüf die aktuellen Regeln und Baustellen vor der Fahrt beim Regierungspräsidium Freiburg oder beim Landkreis.
  • Weitere Beschränkungen: Auf einzelnen Strecken gelten für Motorräder eigene Tempolimits oder Lärmregeln. Achte auf die Schilder.
  • Lärm: Baden-Württemberg geht aktiv gegen laute Motorräder vor, mit Lärmdisplays und Kontrollen. Ein Serienauspuff erspart dir Ärger.

Wann fahren?

Von Mai bis Oktober. Auf dem Kamm kann bis in den April Schnee liegen, und ab November wird es glatt. Selbst im Sommer ist es oben oft deutlich kühler und neblig, während unten in der Rheinebene die Sonne scheint. Im Juli und August sind Mummelsee, Triberg und Titisee ab dem späten Vormittag voll. Mai, Juni und September sind die besten Monate.

Kombinieren

Über den Rhein sind es von Freudenstadt oder Baden-Baden nur gut eine Stunde in die Vogesen mit der Route des Crêtes, ein perfektes Zweiländer-Wochenende. Nach Osten liegt die Schwäbische Alb mit dem Donautal, und vom Südschwarzwald ist es nicht weit an den Bodensee und zum Start der Deutschen Alpenstraße in Lindau.

Anreise in den Schwarzwald

Aus Karlsruhe und dem Rhein-Neckar-Raum bist du über die A5 in einer knappen Stunde in Baden-Baden, dem Start der Hochstraße. Aus Stuttgart führt der Weg über Pforzheim und Calw oder über Herrenberg und Nagold nach Freudenstadt, ein schöner Anfahrtsweg auf Landstraßen. Aus der Schweiz kommst du über Waldshut oder Basel in den Südschwarzwald und kannst die Tour von Süden nach Norden fahren. Aus Norddeutschland lohnt sich eine Übernachtung unterwegs, etwa im Odenwald.

Wie viele Tage?

Die ganze Tour ist an einem langen Tag möglich, schöner ist sie in zwei. Tag 1: Murgtal hinauf, die Hochstraße von Freudenstadt nach Baden-Baden und wieder zurück, rund 150 Kilometer. Tag 2: Über Kinzigtal und Triberg in den Süden, die südliche B500 nach Titisee, die B317 über den Feldberg und von Todtnau aus über das Wiedener Eck. Für eine dritte Tagesrunde bieten sich der Kandel bei Waldkirch und das Simonswäldertal an.

Für wen ist die Tour?

Die Hochstraße ist breit, gut ausgebaut und übersichtlich, ideal für alle, die flüssig fahren und die Landschaft genießen wollen. Die B317 am Feldberg und die kleinen Straßen im Süden sind enger und verlangen mehr Konzentration. Mit Sozius und Gepäck ist alles gut fahrbar. Wer Gruppen führt, sollte sich wegen der vielen Kontrollen auf der Hochstraße vorher auf ein gemeinsames Tempo einigen.

Gut zu wissen

  • Pausen: Mummelsee, Schliffkopf, der Marktplatz in Freudenstadt, Triberg und der Feldbergpass.
  • Tanken: Baden-Baden, Freudenstadt, Triberg und Titisee-Neustadt. Auf dem Kamm selbst gibt es kaum Tankstellen.
  • Grenznähe: Wer ins Elsass oder in die Schweiz weiterfährt, braucht für Schweizer Autobahnen eine Vignette.

Übernachten im Schwarzwald

Baiersbronn und Freudenstadt am Südende der Hochstraße sind die besten Standorte, um die B500 mehrfach zu fahren. Triberg und Hornberg passen für die Mitte, Titisee-Neustadt und der Schluchsee für den Süden. Alle Unterkünfte mit Garage und Karte findest du bei den Motorradhotels im Schwarzwald.

Unterkünfte an der Strecke

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