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A motorcyclist on a winding road with scenic mountain backdrop, perfect for adventure themes.Photo: Minsu B / Pexels / Pexels License

Deutschland — Schwäbische Alb

Motorradtour Schwäbische Alb: Albtrauf, Steigen und Donautal

rund 230 kmMittel

Höhepunkte

  • Honauer Steige hinauf zum Schloss Lichtenstein
  • Bad Urach mit Wasserfall und den Steigen am Albtrauf
  • Großes Lautertal: kleine Straße, Burgruinen, kaum Verkehr
  • Oberes Donautal zwischen Beuron und Sigmaringen mit Kalkfelsen
  • Burg Hohenzollern bei Hechingen als Abstecher

Für Stuttgarter ist die Alb die Feierabendrunde, für alle anderen eine Entdeckung. Die Schwäbische Alb ist eine Hochfläche aus Kalkstein, die im Nordwesten an einer steilen Kante endet, dem Albtrauf. Genau an dieser Kante liegen die besten Motorradstraßen: die Steigen, die sich von den Tälern um Reutlingen, Bad Urach und Geislingen hinauf auf die Hochfläche winden. Oben wird es weit und ruhig, und im Süden hat sich die Donau ein tiefes Tal mit weißen Felsen gegraben. Diese Runde von rund 230 Kilometern verbindet beides.

Die Alb ist auch ein guter Ort für eine Tour bei unsicherem Wetter. Weil die Ziele so dicht beieinander liegen, kannst du bei Regen abkürzen und bei Sonne einen Bogen schlagen. Und wenn es oben zu kühl wird, bist du in einer Viertelstunde wieder im milden Neckartal oder an der Donau.

Was die Alb besonders macht

Auf der Alb wechseln sich zwei Welten ab. Am Trauf geht es steil und kurvig auf und ab, oft mit Kehren, oben auf der Hochfläche fährst du über weite, fast leere Landstraßen mit Wacholderheiden und kleinen Dörfern. Dazwischen liegen tief eingeschnittene Täler wie das Lautertal oder das Donautal, wo die Straße eng am Fluss klebt. Diese Mischung macht jede Runde abwechslungsreich, ohne dass du lange Transfers fahren musst.

Die Runde

Reutlingen, Honauer Steige, Lichtenstein (rund 20 km). Von Reutlingen über Pfullingen nach Honau, dann geht es auf der Honauer Steige hinauf auf die Alb. Oben steht Schloss Lichtenstein auf einem Felsen über dem Echaztal, eines der bekanntesten Fotomotive der Region. Die Steige ist kurz, aber kurvig und stark befahren, an schönen Wochenenden auch von vielen anderen Bikern.

Lichtenstein, Großes Lautertal (rund 45 km). Von der Hochfläche geht es nach Osten und hinunter ins Große Lautertal. Die kleine Straße folgt dem Flüsschen durch Gomadingen, vorbei an Burgruinen und Felsen bis Richtung Lauterach an der Donau. Das ist kein Abschnitt für Tempo, sondern für Genuss: enge Kurven, wenig Verkehr, viel Landschaft.

Donau, Riedlingen, Sigmaringen (rund 55 km). Aus dem Lautertal kommst du an die Donau und folgst ihr flussaufwärts über Riedlingen nach Sigmaringen mit seinem Schloss direkt am Fluss. Diese Strecke ist offen und flott, eine gute Gelegenheit, Strecke zu machen.

Oberes Donautal: Sigmaringen, Beuron, Fridingen (rund 35 km). Westlich von Sigmaringen beginnt das schönste Stück der ganzen Tour. Die Donau hat sich hier tief in den Kalk gegraben, weiße Felswände ragen links und rechts auf, Burgen thronen auf den Felsen. Die Straße schlängelt sich durch das Tal über Thiergarten und Beuron mit seinem Kloster bis Fridingen. Vom Knopfmacherfelsen oberhalb von Fridingen hast du einen der besten Blicke ins Tal.

Rückweg über die Hochfläche und Bad Urach (rund 75 km). Über die Hochfläche geht es zurück nach Nordosten. Wer Zeit hat, macht einen Abstecher zur Burg Hohenzollern bei Hechingen, die man schon von Weitem auf ihrem Kegel sieht. Zum Schluss rollst du über eine der Steigen hinunter nach Bad Urach. Der Uracher Wasserfall ist ein kurzer Spaziergang vom Parkplatz entfernt. Von dort sind es wenige Kilometer zurück nach Reutlingen.

Weitere Steigen am Albtrauf

  • Geislinger Steige: Die B10 bei Geislingen, eher Verkehrsachse als Genussstrecke, aber geschichtsträchtig.
  • Steigen rund um Bad Urach: Mehrere kurze, kurvige Auffahrten auf die Hochfläche, ideal für eine Feierabendrunde.
  • Albaufstiege bei Weilheim und Neidlingen: Kleiner und ruhiger, gut für Ortskundige.

Was du über die Straßen wissen solltest

  • Kontrollen und Lärm: Die Steigen am Albtrauf sind bekannte Motorradstrecken und werden entsprechend kontrolliert. Einzelne Strecken haben Beschränkungen für Motorräder, etwa Tempolimits oder Sperrungen an Wochenenden. Achte auf die Schilder und prüf vor der Tour die Hinweise der Landkreise.
  • Donautal: Eng und im Sommer mit vielen Radfahrern, Wanderern und Kanuten. Nimm dir Zeit.
  • Hochfläche: Wind, Landwirtschaft und Kühe auf dem Weg über die Straße. Nach der Ernte liegt gern Erde auf dem Asphalt.

Wann fahren?

Von April bis Oktober. Die Alb ist rauer als ihre Höhe vermuten lässt: Oben ist es oft windig und ein paar Grad kälter als im Neckartal. Im Herbst färben sich die Buchenwälder am Trauf und im Donautal, das ist die schönste Zeit. Unter der Woche hast du die Steigen deutlich ruhiger.

Kombinieren

Der Schwarzwald mit der B500 liegt nur eine gute Stunde westlich, beide Regionen zusammen ergeben eine starke Woche in Baden-Württemberg. Nach Süden kommst du über Oberschwaben an den Bodensee und zum Start der Deutschen Alpenstraße.

Anreise auf die Alb

Aus Stuttgart bist du über die B27 und die B312 in einer knappen Stunde in Reutlingen und an der Honauer Steige. Aus dem Norden führt die A8 Richtung Ulm direkt am Albtrauf entlang, Abfahrt Kirchheim unter Teck oder Merklingen. Aus dem Süden kommst du über den Bodensee und Oberschwaben ins Donautal, aus dem Westen über den Schwarzwald und Rottweil. Wer aus Norddeutschland anreist, hängt die Alb an eine Schwarzwaldtour an.

Wie viele Tage?

Die Runde ist an einem Tag gut zu fahren, mit einem zweiten Tag wird es entspannter. Tag 1: Honauer Steige, Lichtenstein, Lautertal und an die Donau, Übernachtung in Sigmaringen oder Beuron. Tag 2: Das obere Donautal am Morgen, wenn es noch leer ist, dann über Burg Hohenzollern und die Hochfläche zurück nach Bad Urach. Als dritte Tagesrunde bietet sich die Ostalb an, mit den Steigen rund um Geislingen und dem Blautopf in Blaubeuren.

Für wen ist die Tour?

Die Alb ist ein gutes Revier für Fahrer, die Abwechslung mögen. Die Steigen am Trauf sind kurz und knackig, die Hochfläche ist entspannt, die Täler sind eng und landschaftlich stark. Einsteiger kommen gut zurecht, wenn sie die Steigen ruhig angehen. Mit Sozius und Gepäck ist alles fahrbar. Wer Gruppen führt, plant im Donautal Pausen ein, weil Überholen dort schwierig ist.

Gut zu wissen

  • Pausen: Schloss Lichtenstein, Gomadingen im Lautertal, Sigmaringen, Beuron und der Knopfmacherfelsen.
  • Tanken: In Reutlingen, Münsingen, Sigmaringen und Bad Urach problemlos, auf der Hochfläche dünner.
  • Höhlen: Die Alb ist voller Schauhöhlen wie der Bärenhöhle und der Nebelhöhle, eine gute Pause an heißen Tagen.

Übernachten auf der Alb

Gute Standorte sind Bad Urach und die Orte rund um Münsingen für den Norden, Sigmaringen und Beuron für das Donautal. Motorradfreundliche Unterkünfte findest du in unserer Übersicht der Motorradhotels in Deutschland und bei den Motorradhotels im Schwarzwald.

Unterkünfte an der Strecke

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